Die Film- und Fernsehserien Berichte von Daniel Schück


Hollywood Signetzug

Der Mann der zuviel wusste (1934/1956)

Der Mann der zuviel wusste
DeutschDer Mann der zuviel wusste
OriginalThe Man who knew too much
Deutsche ÜbersetzungDer Mann der zuviel wusste

Vorwort

Aufgrund der gleichen Buchvorlage, habe ich beide Versionen auf die gleiche Filmberichtseite genommen.

Produktion von 1934
Britische Fassung

SternSternSternSternStern

© 1934 Gaumont British Picture

Grossbritannien

Regie 

Alfred Hitchcock

Produzent 

Michael Balcon

Co Produktion

Ivor Montagu

Buch

Charles Bennett

D.B. Wyndham-Lewis

Drehbuch

Edwin Greenwood

A.R. Rawlinson

Emlyn Williams

Darsteller

Leslie BanksBob Lawrence, Vater von Betty Lawrence
Edna Best Jill Lawrence, Mutter von Betty Lawrence
Peter LorreAbbott, Bandenchef
Nova PilbeamBetty Lawrence, Entführtes Kind
Frank Vosper Ramon Levine
George Curzon Gibson, Killer
Hugh Wakefield Clive
Pierre Fresnay Louis Bernard
Cicely Oates Schwester Agnes, Partnerin des Bandenchefs
D.A. Clarke-Smith Binstead
Frank Atkinson Polizist der hinter der Matratze schiesst
Betty Baskcomb Lawrence’s Maid
Cot D’Ordan Portier
Tony De Lungo Hotel Manager
Clare Greet Mrs. Brockett
Pat Hagen Polizist bei Belagerung
Joan Harrison Sekretärin
James Knight Polizei Inspektor
Andreas Malandrinos Polizei Sergeant
Henry Oscar Zahnarzt Dr. George Barbor

Finanzinformationen

FilmDer Mann, der zuviel wusste
Einnahmen Unbekannt
Budget £                                     40’000.00
Gewinn Gemäss Biografien ein grossen Gewinn

Handlung

1087-1
Die Titelsequenz mit Büchern von Schweizer Hotels
1087-3

Louis Bernard (Pierre Fresnay) mit den Skien und Betty (Nova Pilbeam) mit der Kappe

Jill (Edna Best) und Bob Lawrence (Leslie Banks) sind mit Ihrer Tochter Betty (Nova Pilbeam) in der Schweiz in den Ferien. Jill ist Meisterschütze im Schiessen und nimmt dort an einem Wettkampf teil. In den Ferien lernen Sie Louis Bernard (Pierre Fresnay), einen Vertreter kennen. Auch im Hotel ist Mr. Abbott (Peter Lorre), der immer Spässe macht.

1087-4

Betty (Nova Pilbeam), Bob (Leslie Banks) und Jill (Edna Best)

Am Abend vergnügen sich die fünf in der Hotelhalle und machen einige Spässe oder Tanzen. Doch der Spass hört auf, als jemand von drausen in das Fenster der Hotelhalle schiesst. Der Vertreter Louis Bernard liegt am Boden. Er wurde erschossen, kann aber Jill noch mitteilen, dass es in  seinem Zimmer eine Versteckte Botschaft gibt. Bob durchsucht das Zimmer und findet die Botschaft. Er kann aber nicht mehr rechtzeitig aus dem Zimmer schleichen und wird von der schweizerischen Polizei abgeführt und verhört. Bei der Polizeiwache bekommt er ein Telegram, das er schweigen soll, denn die Mörder haben Betty entführt. Bob orientiert seine Frau Jill ohne das die Polizei das merkt.

Jill bricht zusammen und verweigern die Auskunft.  Bob kann das Telegramm noch rechtzeitig im Kamin verbrennen.

Der Mann der zuviel wusst 1934 - Zahnarzt

Bob beim Zahnarzt, wo den Plan erlauscht.

Zurück in Ihre Wohnung in London. Auf der Botschaft, die er in Louis Bernard’s Zimmer gefunden hat, steht eine Adresse. Bob geht zusammen mit Onkel Clive (Hugh Wakefield) die Adresse besuchen. Es ist die Adresse eines Zahnarztes. Dort angetroffen, können Sie sehen wie der Mr. Abbot (Peter Lorre), der in den Ferien wie ein Pausenclown gewirkt hat, den Verbrecher Gibbson (George Curzon) instruiert, dass er ein Staatsmann umbringen muss.

Der Mann der zuviel wusste 1934 - Kirche

Überwältigt. Bob (Leslie Banks) muss sich Abbot (Peter Lore) und Schwester Agnes (Cicely Oates) geschlagen geben.

Unentdeckt folgen Bob und Onkel Clive den beiden Verbrechern in eine Kirche. Eine Sekte feiert den Gottesdienst und die beiden werden erkannt.  Mit dem Kampf mit den Killern, entdeckt Bob Karten für ein Konzert in der Albert Hall. Er ruft Onkel Clive, er soll Jill anrufen und zu diesem Konzert schicken. Clive wird dann kurz danach wieder von der Bande gefasst.

1087-10

Der Killer Gisbon (George Curzon) gibt Jill (Edna Best) einen Rat

Jill geht zum Konzert. Der Killer wartet schon und teilt Ihr mit nichts zu verraten.  Sie sieht wie eine Pistole langsam gegen den Staatsmann gerichtet wird. Sie schreit und vereitelt den Mord. Der Killer Gibbson kann fliehen, wird aber von Scotland Yard verfolgt. Mit einem Massenaufgebot versucht nun das Hauptquartier der Bande, die Kirche, zu stürmen. Zunächst haben die Verbrecher die Oberhand, allmählich gewinnt die Polizei die Oberhand und kann Abbot töten.

Bob und Onkel Clive können fliehen. Betty wird von Gibbson auf das Dach gedrängt. Er droht nun vor dem Auge der Mutter Jill und der Polizei, Sie zu erschiessen. Jill, die eine Meisterschütze ist, nimmt eine Pistole und zielt auf Gibbson. Kann Sie Ihre Tochter noch retten?

Der Mann der zuviel wusste 1934 - Nova Pilbeam
Betty (Nova Pilbeam) ist von Gibbson auf das Dach der Kapelle getrieben worden.

Welcher Schauspieler profitierte von diesem Film?

Es ist Nova Pilbeam’s erster Film. Sie konnte später nochmals in einem Hitchcock die Hauptrolle übernehmen. In „Jung und Unschuldig“.

Trivia

Mit diesem Film wurde Alfred Hitchcock international berühmt.

Cameo

Der Mann der zuviel wusste 1934 - Cameo
Hitchcock wartet auf der Ecke neben der Lampe

Drehorte

Grossbritannien, London, Royal Albert Hall

Schweiz, St. Moritz

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Produktion von 1956
Amerikanische Fassung

SternSternSternSternStern

© 1956 Paramount

USA

Regie und Produzent

Alfred Hitchcock

Co Produktion

Herbert Coleman

Buch

Charles Bennett

D.B. Wyndham-Lewis

Drehbuch

John Michael Hayes

Angus MacPhail

Darsteller

James StewartDr. Benjamin «Ben» McKenna, Vater von Hank McKenna
Doris DayJosephine «Joe» Conway McKenna, Mutter von Hank McKenna
Brenda de Banzie Lucy Drayton, Ehefrau vom Bandenchef
Bernard Miles Edward Drayton, Bandenchef
Ralph Truman Inspektor Buchanan
Daniel Gélin Louis Bernard (as Daniel Gelin)
Mogens Wieth Botschafter
Alan Mowbray Val Parnell
Hillary Brooke Jan Peterson
Christopher Olsen Hank McKenna, das Entführte Kind
Reggie Nalder Rien, der Killer
Richard Wattis Assistant Manager
Noel Willman Woburn
Alix Talton Helen Parnell
Yves Brainville Polizei Inspektor in Marrakesch
Carolyn Jones Cindy Fontaine

Finanzinformationen

FilmDer Mann, der zuviel wusste
Einnahmen $                             11’333’333.00
Budget $                               1’200’000.00
Gewinn $                             10’133’333.00

Handlung

Der Mann der zuviel wusste 1956 - Bus nach Marrakesch

Von Links nach Rechts:
Daniel Gélin (Louis Bernard),
Hank McKenna (Christopher Olsen),
Doris Day (Joe McKenna) und
James Stewart (Ben McKenna) im Bus nach Marrakesch

Joe (Doris Day) und Ben McKenna (James Stewart) machen mit Ihrem Sohn Hank (Christopher Olsen) Ferien, zunächst in Frankreich, dann nach Marokko und zuletzt nach London. Ben ist Arzt und war während dem zweiten Weltkrieg am Afrika und Frankreichfeldzug als Feldarzt bei der Amerikanischen Armee in Einsatz. Joe ist Sängerin und tritt unter dem Namen Joe Conway auf. Sie hat Ihrer Kariere in London begonnen. Der Film fängt in Marroko an. Sie fahren mit einem Bus nach Marrakesch. Im Bus lernen Sie Louis Bernard (Daniel Gélin), einen Vertreter kennen. Sie verabreden sich mit Ihm zum Nachtessen. Zunächst treffen Sie sich im Hotelzimmer der McKenna’s, werden aber gestört von jemanden der an die Türe klopft. Die Person die er sucht ist aber nicht im Zimmer. Plötzlich sagt Louis das Abendessen ab.

Der Mann der zuviel wusste 1956 - Abendessen in Marrakesch
Die MacKennas (Links) treffen die Draytons gespielt von Bernhard Miles und Brenda de Banzie

Joe und Ben gehen dann alleine zum marokanischen Abendessen. Beim Abendessesen lernen Sie das Sympatische Ehepaar Lucy (Brenda de Banzie) und Edward Drayton (Bernard Miles) kennen und essen zusammen. Während dem Abendessen bemerken die McKenna’s das Louis Bernard im Restaurant mit einer Frau sitzt.

Der Mann der zuviel wusste 1956 - Marrakesch
Von Links nach Rechts: Bernard Miles (Edward Drayton), Hank McKenna (Christopher Olsen), Brenda de Banzie (Lucy Drayton), Doris Day (Joe McKenna), James Stewart (Ben McKenna) auf dem Marrakescher Marktplatz
60-1

Der sterbende Louis Bernard (gesp. von Daniel Gélin) gibt Ben McKenna (James Stewart) informationen weiter.

Am nächsten Tag besuchen die McKenna’s und die Drayton’s den Markt von Marrakesch. Es sind viele Leute auf dem Markt. An einem anderen in der Altstadt von Marrakesch sieht man wie ein Mann einen anderen Mann mit dem Messer verfolgt. Der Verfolger ersticht den Verfolgten. Der Verfolgter ist noch nicht ganz Tod und sieht die McKeann’s und läuft zu Ihnen hin. Er bricht vor Ben zusammen. Ben sieht das die Hautfarbe am Gesicht auf seinen Händen abfärbt. Der Verfolgte ist Louis Bernard und er flüstert folgenden Satz ins Ben’s Ohr: „Mr. McKeanna gehen SIe zur Polizei. Sagen Sie denen, dass ein Staatsmann in London getötet werden soll. Ein Staatsmann. Ambros Chappel.“. Dann bricht Louis Bernard zusammen und ist tot.

Der Mann der zuviel wusste 1956 - Marrakesch Polizeirevier
Die McKennas im Polizeirevier in Marrakesch
Der Mann der zuviel wusste 1956 - Marrakesch Telefongespräch 2
Der Mann der zuviel wusste 1956 - Marrakesch Telefongespräch 1

Joe und Ben McKeanna gehen zur Polizei und bitten die Drayton’s Hank ins Hotel zurück zu begleiten und dort auf Ihn aufzupassen. Im Polizeirevier will Ben gleich mit der Botschaft ausrücken, da wird ans Telefon verlangt. Am Telefon teilt jemand Ben, dass wenn er ein Wort verraten würde, sein Sohn Hank getötet wird, er hat in seiner Gewalt. Ben bricht das Verhör bei der Polizei ab, ohne das er die Polizei orientiert was er am Telefon erfahren hat. Zurück im Hotel erfährt Ben, dass die Drayton’s abgereist sind, ohne das Joe etwas mitbekommt. Im Hotelzimmer will Ben schonend seiner Frau mitteilen, das Hank entführt worden ist. Als Joe, jedoch versucht die Drayton’s zu erreichen, gesteht Ben das Hank von den Drayton’s entführt worden und was er vom Entführer am Telefon gehört hat und was er von Louis Bernard erfahren hat. Joe stürtz zusammen und weint.

Der Mann der zuviel wusste 1956 - zusammenbruch
Joe (Doris Day) bricht zusammen, als Sie von der Entführung von Ihrem Kind erfährt.
Der Mann der zuviel wusste 1956 - Ambros Chapel Handgemenge

Beim falschen Ambros Chapel, bringt sich Ben (James Stewart) in eine Massenschlägerei

Sie verlassen Marrakesch Richtung London. Inzwischen hat Scotland Yard Wind von der Entführung bekommen. Am Flughafen werden die McKenna’s von Insepctor Buchanan empfangen. Der Insepektor hat Verständnis, um die Angst der Eltern, dass Ihrem Kind etwas passiert kann. Er warnt Sie aber auch vor Selbstermitlungen. Im Londoner Hotelzimmer angekommen, warten Joe’s alten Kollegenstamm auf Sie. Ben beschliesst nach Ambros Chapel zu suchen. Er findet einen Mann namens Ambros Chapel (George Howe). Dieser ist Bildhauer.  Dann verliert Ben die nerven und fragt Chapel wo der Sohn nun sei? Chapel, fragte welchen Sohn? Es kommt zum Handgemenge. Ben erkennt das Ambros Chapel wirklich der Falsche ist und kann fliehen. Im Hotelzimmer diskutieren Joe inzwischen mit Ihren Freunden und in einem Gespräch wird das Wort Kirche erwähnt. Dann ist Ihr plötzlich klar das Ambros Chapel eine Kapelle ist. Sie schaut im Telefonbuch nach und findet die Kapelle. Als Ben Joe anruft, teilt Joe Ben die Adresse mit. Beide treffen in der Kapelle an.

Der Mann der zuviel wusste 1956 - Glockenturm

Ben (James Stewart) kann ich auf den Glockenturm aufseilen und Hilfe holen.

In der Kapelle ist gerade Gottesdienst einer Sekte. Zunächst unentdeckt und wahrscheinlich wieder an der falschen Adresse, sehen Sie die Drayton’s wie Sie den Gottesdienst leiten. Die McKenna’s werden entdeckt. Ben bittet seine Frau den Inspektor zu orientieren, Sie verlässt die Kirche. Ben wird, als er seinen Sohn findet von den Drayton’s Bande eingekreist und kann nicht mehr fliehen und wird ohnmächtig zusammengeschlagen. Inzwischen besprechen die Drayton wie die Ermordung des Staatsmann durchgeführt wird mit dem Killer Rien (Reggie Nalder). Die Entführer fliehen mit Hank und lassen Ben in der Kapelle zurück. Ben gelingt es auf dem Kirchenturm zu klettern und nach Hilfe schreien. Die Bewohner befreien Ihn. Der Insepektor befindet sich in der Albert Hall und muss einen Staatsmann beschützen.

Der Mann der zuviel wusste 1956 - Reggie Nalder
Der Killer (Reggie Nalder), rät Joe (Doris Day) nichts zu verraten, sonst Stirbt Ihr Kind.
Der Mann der zuviel wusste 1956 - Doris Day tifft in der Oper ein
Joe (Doris Day), ist hoffnungslos in einer Falle

Als Joe in der Halle eintrifft, sieht Sie den Türklopfer der Sie in Marrakesch gestört hat. Er sagt Ihnen, dass Sie kein Wort verraten dürfen. Sie weiss nun das er der Killer (Reggie Nalder) ist.

In der Albert Hall taumelt Sie so herum. Die Pistole des Killers wird langsam auf den Staatsmann gerichtet. Joesephin fängt an zu schreien und vereitelt das Attentat. Inzwischen kommt Ben in die Oper und erfährt von seiner Frau was los ist. Ben verfolgt den Täter. Dieser stürzt bei der Flucht von der Salonbalkonen in die Zuschauertribüne und ist tot. Aus Dankbarkeit ladet der Staatsmann die McKenna’s in die Botschaft ein.

Der Mann der zuviel wusste 1956 - Que Sera Sera

Joe (Doris Day), spielt und singt Ihr Lied Que, Sera, Sera

Dort spielt Sie Ihr berühmtes Lied „Que, Sera, Sera“. Nichts ahnend, dass Hank in der Botschaft ist. Hank hört das Lied und erkennt die Stimme seiner Mutter. Lucy Drayton hat inzwischen Gewissensbisse und möchte das Hank am Leben bleibt. Sie bittet Hank laut zu singen und zu pfeifen. Die McKeana’s hören das und erkennen Hank’s stimme. Ben verlässt heimlich den Saal und findet Hank. Doch als er Hank aus dem Zimmer möchte, wird er von Edward Drayton mit der Waffe bedroht. Sie sollen nun mit Ihm die Botschaft verlassen. Danach wird Hank nach Arabien gebracht. Kann Ben noch rechtzeitig das Blatt wenden?

Trivia

Das Lied „Que, Sera, Sera“ singt Doris Day später noch einmal in einem Film. Im Film „Spion in Spitzenhöschen“.

Cameo

Der Mann der zuviel wusste 1956 - Cameo
Alfred Hitchcock, der zweite von Links im Hellgrauen Anzug, der uns den Rücken kehrt und den Artisten zuschaut. In der Mitte Doris Day und James Stewart.

Drehorte

Grossbritannien, London, Royal Albert Hall

Marokko, Marrakesch, Palace Hotel

Marokko, Marrakesch, Djemaa el Fna

Grossbritannien, London, St. Saviour’s Church

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Analyse

Die beiden Filmversionen (1934 und 1956) haben die gleiche Buchvorlage. Der amerikanisch-/britische Regisseur Alfred Hitchcock gab 1934 Charles Bennet und D. B. Wynham Lewis den Auftrag ein Buch über eine Kindesentführung zu schreiben. Damals noch revolutionär. 1934 verfilmte er dieses Buch in Schwarzweiss zu seinem Filmwerk, mit der er Internationale Filmgeschichte schrieb. 1956 später erstellte er eine Wiederverfilmung (Remark) in Farbe. Beide Versionen sollten Gleichungen haben, aber auch eine andere Story erzählen.

Darstellerüberblick

Rolle

GB 1934

USA 1956

Vater des Entführten KindesLeslie Banks Bob LawrenceJames Stewart Dr. Benjamin «Ben» McKenna
Mutter des Entführten KindesEdna Best Jill LawrenceDoris DayJosephine «Joe» Conway McKenna
Entführte KindNova Pilbeam Betty LawrenceChristopher Olsen Hank McKenna
Der ermordete Louis BernardPierre Fresnay Louis BernardDaniel Gélin Louis Bernard
Der BandenchefPeter Lorre AbbottBernard Miles Edward Drayton
Der Bandenchef, seine PartnerinCicely Oates Schwester AgnesBrenda de Banzie Lucy Drayton
Der KillerGeorge Curzon GibsonReggie NalderRien
PolizeiinspektorJames Knight Police InspectorRalph Truman Inspector Buchanan
Der DirigentArthur Benjamin DirigentBernard Herrmann Dirigent

Gleichungen

Bei beiden handelt sich um Kindesentführung. Die Schlüsselszene in der Albert Hall ist genau die gleiche und wurde neugedreht im 1956. Die Kapelle ist bei beiden das Hauptquartier der Verbrecherbande und bei beiden wird der Vater des entführten Kindes in der Kirche überwältigt und eingeschlossen (jedoch nicht auf die gleiche Art).

Die Mutter des Entführten Kindes gibt mit dem Haupttalent den Anstoss für die Rettung des Kindes. In beiden Filmen ist dann der Vater, der dies zu ende bringen muss.

Der Hauptkiller ist in beiden Fassungen Skrupellos.

In beiden Filmen heisst der ermordete Louis Bernard.

Ungleichung

Die Britische Fassung ist von englischen Humor gezeichnet. Zum teil Witzige Szenen beim Skilaufen, im Hotelsalon mit den Fäden an den tanzenden Leuten oder als Onkel Clive beim Zahnarzt einen Zahn ziehen muss. Das entführte Kind ist hier ein Mädchen. Das Talent Ihrer Mutter ist das Pistolenschiessen.

Die Amerikanische Fassung ist von mehr Action geprägt und von exotischen Landschaften. Er zeigt scharfe Kanten auf. Bis zur Marktplatzszene gibt es Humorvolle Szenen, danach ändert sich das abrupt. Im Gegensatz zur britischen Version fliehen die Entführer nicht von Ihrem Standort und der Vater des Entführten Kindes wird nicht bis zum Schluss gefangen gehalten, sondern kann fliehen und seiner Frau in die Albert Hall Oper begleiten. Das entführte Kind ist hier ein Junge. Das Talent Ihrer Mutter ist Singen.

In der Britischen Fassung sind die Entführer skruppelloser. Abbot (Peter Lorre) und Schwester Agnes (Cicely Oates) sind kompremislos und gehen über Leichen. Sie töten auch Polizisiten. Der Killer kann aus der Albert Hall zum Hauptquartier der Bande entkommen.

In der Amerikanischen Fassung geschieht viel im Hintergrund. Edward Drayton (Bernard Miles) ist zwar bereit den Jungen zu töten, jedoch wird gegen den Schluss seine Frau Lucy (Brenda de Banzie) milder und will das der Junge fliehen kann. Lucy Drayton (USA 1956) und Schwester Agnes (GB 1934) haben gegensetztliche Charakterzüge. Agnes rauh und grob, Lucy komplizenhaft und mild. Es gibt in der Amerikanischen Version keine Massenschiesserei, jedoch eine Massenschlägerei beim falschen Ambros Chapel.

In der Britischen Fassung erfährt der Vater vom Plan, während eines Zahnarzt Besuches. Während in der Amerikanischen Fassung die Mutter zufälligerweise, aufgrund mit dem zusammentreffen mit dem Killer vom Plan erfährt. Der Rettungsversuch der Mutter ist hier direkter als in der Amerikanischen Fassung. In der Amerikanischen Fassung geht von Auslöser zur Rettung bis zum Ende der Rettung länger.

Fazit

Ich finde beide Verfilmungen gleich gut.  Alfred Hitchcock hat kein simples Remark gemacht, wie es bei anderen Remarks gemacht wurde. Er hat in einem kleinen Kern zwar die gleiche Geschichte nochmals verfilmt. Jedoch in einer unterschiedlichen Handlung. Die alte Version ist auch heute nicht angestaubt. Doris Day spielt die Mutter des Entführten Kindes in der amerikanischen Version besser als Edna Best in der britischen Version. Im Gegensatz spielt Peter Lorre den Bandenchef in der britischen Version überzeugender als Bernhard Miles in der amerikanischen Version. Wer britischen Humor mag, der wählt die Britische Version. Wer Action sucht, der die amerikanische Version.

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